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  • Stefanie

Warum du als Therapeut nie zu viel Wissen gratis teilen kannst

Aktualisiert: Aug 9

Viele Therapeuten stehen vor demselben Dilemma: Wie viel Wissen teile ich kostenlos, ohne meine Dienstleistung zu sabotieren? Denn wenn man all sein Wissen teilt, braucht ja niemand mehr die angebotene Dienstleistung zu beziehen, so ein oft vorhandener Gedanke. Warum dies so nicht stimmt, zeige ich dir heute auf.



Sharing is Caring

Social Media-Plattformen haben zum Ziel den interaktiven Austausch zwischen verschiedenen Usern zu ermöglichen und zu fördern. Es geht also bei Social Media und Digital Marketing im Allgemeinen darum, Wissen zu teilen und Mehrwert zu generieren.


Als Anbieter einer Dienstleistung eines Heilpraktikers für Psychotherapie, psychologischen Beraters oder Coaches gilt das umso mehr, denn digitale Plattformen sind nicht als digitale Litfaßsäule gedacht, sondern bauen auf Interaktion und Dialog auf. Als Therapeut solltest du daher mit deinen im Internet geteilten Inhalten (dem in der Marketingsprache genannten "Content") Sinn stiften, informieren, aufklären, aufzeigen - kurzum mehrwertstiftend für deine Zielgruppe sein.


“Sharing is caring” ist somit nicht nur eine Floskel, sondern vielmehr der Weg, um mit Online Marketing erfolgreich zu sein. Wer als Therapeut online nicht informiert und spannenden Inhalte teilt, wird von seinen potentiellen Patienten (Follower_innen) nicht wahrgenommen. Sie fühlen sich schnell gelangweilt und verlieren Interesse an dir. Um heutzutage Follower, also im Falle eines Therapeuten, potentielle Patienten, zu gewinnen und auch zu binden, muss man durch seine Inhalte überzeugen und ihnen immer wieder aufs Neue sinnvollen und hilfreichen Informationen liefern. Je besser unsere Inhalte, desto höher die Interaktion und entsprechend höher die Bewertung der Plattform wie Facebook oder Google.

Die Frequenz halten


Ebenso relevant für die positive Bewertung unserer Inhalte durch die jeweilige Plattform wie beispielsweise Google ist auch die Regelmäßigkeit, mit anderen Worten die Frequenz, in der wir Inhalte publizieren. Das heißt für uns als Therapeuten, dass wir nicht nur wertvollen Content erstellen müssen, sondern dies auch regelmäßig tun sollten. Dabei unterscheiden sich die idealen Frequenzen ja nach Plattform, doch einmal bis zweimal pro Woche ist grundsätzlich ein Richtwert.


Natürlich erhöht dies die Herausforderung für uns. Denn um diese Regelmäßigkeit halten zu können, gilt es genügend Content zu finden, der dann auch noch qualitativ gut ist. Dies bedeutet, nicht nur ein wenig Wissen zu teilen, sondern aufgrund der Frequenz relativ viel davon preiszugeben - und dies kostenlos.


Die Frage liegt daher nahe, ob sich dieses Teilen von viel Wissen nicht negativ auf den Absatz auswirken könnte. Denn warum sollten Menschen die kostenpflichtige Dienstleistung buchen, wenn sie doch das Wissen auch kostenlos erhalten?



Online Content ist nicht gleich persönliches Angebot


Die Antwort auf obige Frage ist eindeutig: Weil Wissen, das online erhältlich ist, für Kundinnen und Kunden nicht dasselbe ist, wie wenn sie deine Dienstleistung direkt von dir persönlich erhalten. Insbesondere als Therapeut trägt deine Persönlichkeit und der persönliche Kontakt maßgeblich zur Qualität der Dienstleistung bei und diese ist offline nochmal ganz anders als online. Das wissen auch potenzielle Kundinnen und Kunden.


Hinzu kommt, dass grundsätzlich sämtliches Wissen online bereits zu finden ist. Wir leben mittlerweile in einer hochgradig vernetzten Welt und du kannst sicher sein, dass bereits sämtliches Wissen schon in irgendeiner Form online publiziert wurde. Dies geschieht jedoch immer in Bezug auf eine bestimmte Zielgruppe und auf eine bestimmte Art und Weise, je nach dem, wer der Absender ist. Wenn du also mit deinem Stil und deiner Art und Weise Content für die von dir festgelegte Zielgruppe verbreitest, ist er trotzdem unique und somit für deine spezifische Zielgruppe und deine Follower wertvoll.


Zu guter Letzt gilt es zu bedenken, dass potenzielle Patientinnen und Patienten trotz des von dir geteilten Wissens nicht denken werden, sie hätten ihr Problem nun vollständig gelöst. Einerseits können Patienten durchaus zwischen “theoretischer” Information und tatsächlicher Beratung unterscheiden, andererseits wird kaum ein Patient tatsächlich alle deine Blogposts etc. lesen, um sich eine Therapie zu sparen.


Je mehr Wissen du teilst, desto mehr steigt dein Wert


Mit deinem Content Marketing als Therapeut willst du einerseits deine Reichweite erhöhen und damit mehr Aufmerksamkeit auf deine Dienstleistung ziehen. Gleichzeitig willst du dich als Heilpraktiker für Psychotherapie, Coach oder Lebensberater positionieren und Menschen sowie potenzielle Kundinnen und Kunden von dir als Experten und deiner Dienstleistung überzeugen und an dich binden. Du willst deiner Zielgruppe aufzeigen, warum gerade du der richtige Therapeut für sie bist und wie du sie mit ihren Herausforderungen und Problemen unterstützen kannst.


Um dies zu tun, gilt es die Zielgruppe auf Augenhöhe abzuholen und die für sie geltenden Pain Points zu bedienen. Dies funktioniert am besten und am überzeugendstem, wenn du sie an deinem Wissen und damit auch an möglichen Lösungen teilhaben lässt. Oder anders formuliert: Wenn du dein Wissen mit ihnen teilst.


Dies solltest du nicht zu knapp tun, denn so erzeugst du zwar anfänglich vielleicht Aufmerksamkeit, doch mittel- und langfristig lässt du deine Zielgruppe so auch immer wieder auflaufen und dies prägt das Bild von dir negativ. Niemand will angelockt werden, um dann nicht wirklich etwas zu bekommen.


Wenn du hingegen lieferst, was du andeutest und versprichst, dann erzeugst du ein positives Gefühl und zusätzlich können sich die Leute ein besseres Bild von dir als Therapeuten und deiner Kompetenz machen.


Sie erleben so bereits online, dass du hilfreich für sie bist und nicht nur bereit, sondern auch in der Lage bist, ihnen zu helfen. Und genau deshalb werden sie dich als Therapeuten wählen, unabhängig davon, ob du ihnen bereits hilfreiches Wissen mit auf den Weg gegeben hast oder nicht. Deshalb gilt ganz grundsätzlich auch: Du kannst nie zu viel Wissen teilen. Vielmehr steigt mit der Höhe des geteilten Wissens auch dein Ansehen und damit die Chance, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen.


Es ist am Ende, wie ich es eingangs bereits gesagt habe ein Nehmen und Geben, oder eben „Sharing is Caring“. Dieser simple Grundsatz, so romantisch angehaucht er auch scheinen mag, greift immer wieder. Indem wir im Rahmen des Digitalen Marketings und unserer Content Planung immer wieder wertvollen, hilfreichen und auch unsere Zielgruppe zugeschnittenen Content teilen, teilen sie wiederum ihre Aufmerksamkeit und Loyalität mit uns. Sie sorgen dabei einerseits durch ihre Interaktion mit dem Content für ein höheres Ranking auf der Plattform, beeinflussen die Meinung anderer positiv durch ihre positive Bewertung und sorgen durch ihre Buchung unserer Dienstleistung für die erwünschte Conversion.


Wer aus lauter Angst zu viel gratis preiszugeben darauf verzichtet, Wissen und Hilfestellung kostenlos zu teilen und das Content Marketing auf seichten, nicht mehrwertstiftenden Inhalt zu reduzieren, wird langfristig mit Einbußen rechnen müssen, denn er wird kein erfolgreiches Content Marketing betreiben können.


Du möchtest mit effektivem Marketing für Deine Praxis durchstarten und wünscht dir eine professionelle Begleitung? Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg zum erfolgreichen Marketing für Psychotherapeuten im Rahmen des 1:1 Marketing-Mentoring für Psychotherapeuten.


#Wissen #Therapie #Marketing #Heilpraktiker #Content

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